
Ein sehr hilfreiches Buch - nicht nur für Therapeuten und Fachleute. Als Betroffene habe ich inzwischen schon sehr davon profitiert. Ich kann mich selbst doch nun auch viel besser verstehen und das beruhigt zutiefst.Es ist kein Buch, das man schnell so durchlesen kann. Es ist eher ein Arbeitshandbuch. Gut erklärt, wie das Gehirn und Nervensystem arbeiten, um zu verstehen, wie ein Trauma im Körper abgespeicher wird. Aber auch Wege aufzeigt Trauma zu bewältigen.
Traumabewältigung - Für Therapeuten ein hervorragendes Arbeitsbuch. Für Betroffene sehr gut verständliche Informationen, um sich selbst verstehen zu lernen. Es weckt Verständnis für Traumatisierte. Es zeigt vor allem aktive (Selbst-)Hilfen aus dem Desaster herauszukommen und Perspektiven auch nach multipler Traumatisierung wieder leben zu lernen.
Über Traumata und deren Behandlung - Der Begriff „Trauma wird heutzutage beinahe schon inflationär gebraucht. Es gibt kaum noch gesellschaftspolitische Problembereiche, die nicht mit Erfahrungen, die traumatisch sein können, aufwarten. Als dementsprechend bedeutsam wird daher auch die Arbeit mit traumatisierten Personen bewertet.Vor diesem Hintergrund und als Fachfrau für „Gewalt im sozialen Nahraum befasse ich mich schon länger mit der Thematik und habe bereits auch eine Reihe von Fachbüchern gelesen, die sich mit „Trauma auseinandersetzen. Auf Empfehlung einer Freundin bin ich nunmehr auf Babette Rothschilds „Der Körper erinnert sich gestoßen und war von diesem Buch in mehrerer Hinsicht begeistert. Zum einen ist es leicht lesbar und durch die Verknüpfung von Theorie mit praktischen Erfahrungen aus der Arbeit der Therapeutin, die in Fachkreisen als die Expertin zum Thema gilt, auch gut verständlich. Letzteres, meine ich, sogar für interessierte Menschen, die keine therapeutischen Ausbildungen absolviert haben. Zum anderen liest sich das Buch mitunter spannend wie ein Krimi. Das gilt nicht nur für die Ergebnisse der Hirn- und Gedächtnisforschung, die Rothschild ihren Ausführungen voranstellt, um damit das komplexe Zusammenwirken von Emotion und körperlichen Reaktion zu beschreiben, sondern auch für die Einblicke, die sie dem/der Leserin in ihren therapeutischen Alltag gewährt.Im Gegensatz zu anderen Fachleuten, die die physischen Komponenten traumatischer Erfahrungen vernachlässigen, zeigt Rothschild auf, wie wichtig es ist, gerade diese Aspekte in die Arbeit miteinzubeziehen. Ihr Ansatz mit den „Erinnerungen des Körpers Traumatherapie durchzuführen, gilt in Fachkreisen als neu und vor allem als vielversprechend, wenn es darum geht, die Leiden der KlientInnen zu minimieren.„Der Körper erinnert sich ist ein Fachbuch, das für PraktikerInnen, die im psychosozialen Bereich tätig sind, zur Pflichtlektüre werden sollte, denn vom Fachwissen der Autorin können sie für den eigenen Umgang mit traumatisierten Menschen nur profitieren.